Die Festlegung des Spieltermins für den 1/64-Final im Schweizer-Cup, gegen den 1. Ligisten UHC Jump Dübendorf, hatte eine lange Vorgeschichte und hat vielleicht auch noch ein Nachspiel. Aber kommen wir erstmal zum sportlichen Teil.
Noch nie in der 21-jährigen Clubgeschichte hat der UHC Elch vor einem solch stattlichen Publikum gespielt. Die Turnhalle Hatzenbühl wurde mehr aus terminlichen Gründen ausgewählt, doch hätte diese Anzahl Zuschauer im heimischen Dürrbach wohl keinen Unterschlupf gefunden - an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön dem UHC Fireball Nürensdorf.
Wenn ein 1. Ligist gegen einen 2. Ligisten spielt, sind die Rollen eigentlich schon vor Beginn verteilt und es stellt sich oftmals nur die Frage, wie hoch der Favorit gewinnen wird. Der UHC Elch war aber gewillt, dem Favoriten beide Beine zu stellen! Dementsprechend begannen die Elche das Spiel und waren gleich von Beginn weg sehr konzentriert und agierten äusserst druckvoll. Man hat sich im Vorfeld dieser Party sehr gut auf den Gegner eingestellt und konnte das Spielgeschehen von Anfang an selbst gestalten und erheblichen Druck auf Jumps Tor machen. Diese Anfangsphase wurde auch bald einmal mit einem Abstaubertor von Marco Kaufmann belohnt. Den letzten Pass spielte Samih Fathallah mit einer für ihn ungewöhnlichen Ruhe. Als dann Philipp Glauser mit einer Direktabnahme aus vollem Lauf sogar noch auf 2:0 erhöhte, glaubten viele an eine mögliche Überraschung. Jump erholte sich jedoch postwendend und erhöhte nun seinerseits den Druck auf Lukas Westermann im Tor der Elche. Insbesondere die Bandenzweikämpfe gingen nun vermehrt an die Dübendorfer. Diese Druckphase wurde für Dübendorf mit einem Tor belohnt, was gleichzeitig auch das Pausenresultat war.
Im zweiten Drittel reduzierte Jump das Vorchecking und die Elche hatten wieder mehr vom Spiel. Als nach einem Lattentreffer ein Dübendorfer den Ball nur noch mit hohem Stock wegschlagen konnte, wurde den Elchen zu Recht ein Penalty zugesprochen. Der glänzend aufgelegte Samih Fathallah liess sich diese Chance nicht nehmen und verwertete souverän zum 3:1. In den darauffolgenden Minuten waren die Elche die klar bessere Mannschaft. 2 Pfostenschüsse durch André Sterchi blieben jedoch die einzige Ausbeute. Die Absenz von Ronny Dällenbach führte dazu, dass das Überzahlspiel neu eingespielt werden musste, nicht überraschend wurde deshalb die einzige Überzahlmöglichkeit erfolglos vertan. Im Gegenzug zeigte Jump wie man ein Powerplay spielt und versenkte den Ball zum Anfschlusstrefer. Als dann kurze Zeit später der Ausgleich fiel, konnte das ganze Spiel wieder von vorne beginnen. Mit diesem Spielstand verabschiedeten sich die Teams auch in die 2. Drittelspause.
Die warmen Temperaturen hinterliessen nun bei beiden Teams ihre Spuren und insbesondere bei den Elchen ging das Spiel mit 2 Linien an die Substanz. Das Spiel hatte nun bei weitem nicht mehr die Klasse der ersten beiden Drittel. Als Jump dann erstmals mit 4:3 in Führung ging, mussten die Elche reagieren. In dieser Phase gelang es ihnen jedoch nicht mehr, das Spiel zu dominieren. Immer wieder versuchte man es mit Einzelaktionen, welche jedoch allesamt versiebt wurden. Die Zeit wurde immer knapper und das Spiel der Elche immer offensiver, aber auch chaotischer. Jump konterte ein ums andere mal, aber immer wieder war beim glänzend aufspielenden Lukas Westermann Endstation. Auch die letzte Minute ohne Torhüter gelang es den Elchen nicht mehr, Jump unter Druck zu setzen und so endete das Spiel mit 4:3 für den Favoriten.
Die Enttäuschung war gross, hätte doch in der nächsten Runde der NLA Verein Kloten-Bülach Jets gelockt. Wir wünschen Jump im weiteren Wettbewerb viel Glück und bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Zuschauern.

