Mit verständlicher Nervosität begann der UHC Elch das Cupspiel..Wusste doch keine Spielerin so genau, was auf sie zukommt., denn Thun spielt in der Nat B an der Spitze. Schon nach 23 Sekunden stand es 0:1 für die Gäste. Wer nun glaubte, der Gastgeber werde überrumpelt, sah sich gewaltig getäuscht. Durch diesen frühen Gegentreffer wurden die Spielerinnen des UHC Elch regelrecht wach gerüttelt.Man war bestrebt, das Spiel nicht nur zu spielen, sondern es auch zu gestalten, was zum grössten Teil auch bemerkenswert gelang. Bravourös wurden einige sehr gute Torchancen herausgespielt, aber zum Abschluss fehlte die nötige Kaltblütigkeit. Frenetisch feuerten die zahlreich erschienen Zuschauer die Einheimischen an. Zur Hälfte des ersten Drittels erzielte Sabrina Bertschi den längst fälligen Ausgleichstreffer zum 1:1. Zum Erstaunen der Gäste stand das Glück nochmals auf der Seite des UHC Elch und Sabrina Bertschi erzielte das 2:1. Mit dieser verdienten Führung ging der UHC Elch in die erste Drittelspause.
Kaum war das 2. Drittel so richtig angelaufen, erzielte Thun das 2:2. Deutlich war zu erkennen, dass die Thunerinnen ihre Spieltaktik änderten. Da kam der Klassenunterschied zum Vorschein, denn Elch bekundete mit dieser neuen Spielweise etwas Mühe. Ueber Kampfeswillen und mit unermüdlichem Einsatz versuchte man dieses Manko wettzumachen. Selbst in dieser Phase wären für Elch mit etwas mehr Glück 2 Tore möglich gewesen. Thun hielt das Spieltempo weiterhin hoch und erzielte das Führungstor zum 2:3.
Im 3. Drittel kam die Ueberlegenheit Thuns immer mehr zum Vorschein. Ebenso zerrten die ersten beiden Dritel langsam spürbar an den Kräften des UHC Elch. In Ueberzahl konnten die Gäste auf 2:4 erhöhen. Dank gutem Stellungsspiel vereitelte die Torfrau des UHC Elch Thun den zugesprochenen Penalty. Dies liess die Einheimischen noch einmal aufbäumen, und sie versuchten über den Kampf den Anschlusstreffer zu erzielen, ehe Thun mit 2 weiteren Treffern auf 2:6 erhöhte. Kurz vor Schluss verkürzte Olivia Bertschi auf 3:6.
Betrachtet man das ganze Spiel objektiv, überraschten die Elch Spielerinnen sehr positiv und zeigten ein sehr gutes Spiel. Wenn sowohl Kondition, das Spiel ohne Ball und die Abstimmung untereinander bis zum Start der Meisterschaft noch verbessert werden, und die Mannschaft an dieser gezeigten Leistung anknüpfen kann, so können wir einer viel versprechenden Meisterschaft entgegenblicken.
Damen Unihockey CH-Cup
Artikel vom Mittwoch, 10. August 2005, von
Philip Lehmann
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