Die Elche musste das Spiel gegen Schaffhausen gewinnen, um noch aus eigener Kraft den Gruppensieg erreichen zu können, anderseits bestand bei einer Niederlage die Gefahr, dass man den sicher geglaubten 2. Tabellenplatz, welcher im Vorfeld dieser Runde ebenfalls zum Verbleib in der 2. Liga ausreichen würde, noch verlieren könnte. Entsprechend engagiert gingen die Elche das Spiel mit 2 Linien an und drängten Schaffhausen in die Verteidigung zurück. Angetrieben von einer ansehnlichen Kulisse, war es dann in der 8. Minute Marco Kaufmann, welcher einen scharfen Pass von Samih Fathallah vor das Tor ablenken (oder war es doch erst im Nachstochern…

konnte und die Elche in Führung schoss. Aus unerklärlichen Gründen schraubten die Elche nach diesem Führungstor einen Gang zurück und überliessen das Spielgeschehen den Schaffhausern. Durch ein defensiveres und inkonsequentes Vorchecking gelang es dem Gegner immer wieder sich einfach aus der Verteidigung zu lösen und sich in der Hälfte der Elche festzusetzen. Es kam wie es kommen musste. Als ein Schaffhauser in der 16. Minute hinter dem Tor von Lukas Westermann nur halbherzig und mit respektablem Abstand angegriffen wurde hatte dieser unbeschränkte Zeit, sich umzusehen, welchen Mitspieler er anspielen wollte und fand einen Verteidiger, welcher sich löste und vors ELCH-Tor sprintete und den Ball unhaltbar versenkte. Die Elche zeigten sofort eine Reaktion und erhöhten den Druck, doch mehr als ein Pfostenschuss von Patrick Kaufmann kurz vor der Pause schaute nicht heraus. In der Pause stellten die Elche die Linien um und mit Nico Rüegg (Jg. 1990) war der jüngste Spieler auf dem Feld in den Reihen der Elche. Das Spiel blieb in der 2. Halbzeit sehr ausgeglichen und mehrheitlich waren die beiden Verteidigungsreihen ihren Stürmer überlegen und so blieben gute Torchancen mangelware. Die grösste davon besass jedoch Schaffhausen, doch rettete Lukas Westermann mit einer mirakulösen Parade. Je länger das Spiel lief, umso mehr zeigte sich, dass beide Teams mit dem unentschieden leben konnten und man sich deshalb auf das Verteidigen des eigenen Tores konzentrierte. Das Spiel endete somit verdientermassen 1:1. Ob dieses Unentschieden ende Saison ein gewonnener oder verlorener Punkt ist, werden die drei letzten Spiele zeigen, doch war eine gewisse Enttäuschung in den Gesichtern der ELCHE wahrzunehmen, hatte man es doch verspielt, den Gruppensieg aus eigener Kraft zu erreichen.
Gegen Wallisellen hatte man in der Vorrunde nur knapp mit einem Treffer Vorsprung gewinnen können und die Herren waren also gewarnt, dieses Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Ziel musste es also sein, von Beginn an Druck auszuüben und den Führungstreffer anzustreben. Lars Senteler nahm sich dieser Forderung des Coaches gleich persönlich an und erzielte bereits im ersten Einsatz die Führung für die ELCHE. Wie gut eine frühe Führung tun kann, wenn man spielerisch und läuferisch dem Gegner überlegen ist, zeigte sich in der Folge des Spieles. Zur Pause führte man 4:1 (weitere Tore durch Andy Kammacher, Marco Kaufmann und Andreas Lüscher – er übrigens mit seinem ersten regulären Tor seit ca. 2 Jahren) und trotzdem musste in der Pause die mangelnde Chancenauswertung beklagt werden. Dies wurde dann in der 2. Halbzeit besser und in regelmässigen Abständen erhöhten die Elche das Skore und plötzlich roch man Lunte, dass unter Umständen Schaffhausen in der Tordifferenz noch eingeholt werden könnte, obwohl dies wohl ein unrealistisches Ziel darstellen würde, zu schwach war nämlich die offensive Ausbeute in der Hinrunde. Als das Spiel abgepfiffen wurde stand es 11:2, wobei 7 verschiedene Spieler für diese Tore verantwortlich waren und doch stach Dany Kammacher mit 4 Toren obenaus – wir danken jetzt schon für die Runde!
Durch diese 3 Punkte ist der Verbleib in der 2. Liga schon fast sicher, doch wollen wir mehr. In den zwei letzten Saisonspielen geht es nun darum, die noch nötigen Punkte zum Ligaerhalt zu erkämpfen und wenn möglich noch etwas für die Tordifferenz zu tun. Schaffhausen könnte somit etwas unter Druck gesetzt werden, obwohl wir immer noch mit 12 Toren im Rückstand sind und dies somit eine fast unlösbare Aufgabe darstellen wird. Und wer weiss, vielleicht verhilft uns ja Dietlikon mit Ex-Elch Patrick Hagen zum Gruppensieg – schön wärs!