Elch versuchte aus einer sehr kompakten Abwehr den Gegner zur Verzweiflung zu treiben und dann mit schnellen Kontern selber zum Erfolg zu kommen. Dieses System ging im ersten Drittel perfekt auf. Cevi Gossau übernahm das Spieldiktat und hatte bedeutend mehr Spielanteile, aber gefährlich vors Tor der Elche kamen sie nur ganz selten. Trotzdem gelang Gossau nach 5 Minuten der Führungstreffer – ein harmloser Weitschuss konnte von Doris Morf nicht festgehalten werden und der Abpraller landete auf einem gegnerischen Stock und fand von dort via Lattenunterkante den Weg ins Tor. Die Elche reagierten aber umgehend und nur eine Minute später erzielte Sabrina Bertschi nach einem herrlichen Zuspiel von Silvana Moser aus dem Slot heraus den Ausgleich. Mit diesem Unentschieden gingen die Teams auch in die erste Pause.
Neo-Coach Lamprecht lobte das taktische Verhalten im ersten Drittel, doch warnte davor, nachzulassen. Die Damen verstanden dies jedoch irgendwie falsch und wurden im zweiten Drittel viel zu passiv. Die Schüsse wurden nicht mehr geblockt und man liess den Gossauerinnen in der eigenen Hälfte viel zu viel Spielraum, so dass diese geschickt den Ball laufen lassen konnten und die Elche immer wieder einen Schritt zu spät waren. Und vor dem Tor lief alles gegen Elch. Während ihre Abschlüsse immer irgendwo hängen blieben (2 mal rettete die Latte), kam Cevi zu den Toren, welche das Spiel entschieden. Insbesondere das 4 Gegentor 2 Sekunden vor Drittelspause tat weh, denn fast ohne Gegenwehr gelang es einer Gegnerin durch die Elch-Verteidigung zu spazieren. Mit einem 1:4 ging es in die zweite Pause.
Nun mussten die Elche reagieren und begannen das dritte Drittel mit einem konsequenten Vorchecking. Bereits nach 45 Sekunden wurden jedoch die Angriffsbemühungen gestoppt, denn bereits der erste Gossauer Konter fand den Weg ins Elch-Tor. Mit 1:5 schien das Spiel nun definitiv entschieden zu sein. Doch die Elch Moral blieb intakt. In den verbleibenden 19 Minuten spielte nur noch ein Team und der Gossauer Goalie bekam in diesem Drittel bedeutend mehr zu tun als in den ersten beiden Dritteln zusammen. Mit Toren von Olivia Bertschi, Raphaela Amrein und nochmals Sabrina Bertschi waren die Elch plötzlich wieder an den Gossauerinnen dran und die letzten 5 Minuten versprachen noch viel Spannung. Immer wieder versuchte man die Gossauerinnen im eigenen Drittel einzuschnüren, doch die körperlich überlegenen Gegnerinnen liessen vor dem Tor nur wenige Chancen zu. Eine unnötige Strafe 2 Minuten vor Schluss reduzierte die Chancen den Ausgleichstreffer doch noch zu erzielen deutlich, doch auch in Unterzahl versuchte das Elch-Team alles, doch der erlösende Treffer blieb aus und nach den Herren scheiden auch die Damen aus dem diesjährigen Cup aus.


Lynsey
sagt: