Grüezi Herr Dr. G. Weih,
Nachdem ich mich lange mit vielen anderen Experten herumgeschlagen habe, und zu keiner Besserung gefunden habe, wende ich mich nun an Sie.
Mein Problem ist, dass in den Trainings, vorwiegend im Herren – Training, viele sehr sehr schwere Bierbäuche ihr Unwesen treiben. Genauer gesagt fühle ich mich langsam einsam in diesem Team. Denn viele wie S.F. aus W. bei B. oder auch P. K. auch aus W. haben viel zu viel Speck auf den Rippen und bringen viel mehr auf die Waage als ich. Und da jetzt schon die jüngsten auch damit beginnen, Reserven an zu speichern, habe ich das Gefühl das ich der einzige bin, der seine Linie halten kann. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Gesundheit und nicht zu letzt auch auf den Erfolg des Herren 1 Teams.
Wie kann ich meine Mitspieler darauf aufmerksam machen, sich an die ungeschriebenen Gesetzte eines Unihockeyspielers zu halten und sich keinen „Ranzen“ an zu fressen? Ich habe das Gefühl ich werde langsam zu einer Randgruppe; es werden schon Witze über schlanke gemacht. Bitte helfen Sie mir.
Ihr Patient
Hallo mein lieber Patient
Dein Problem ist wirklich ein fettes!
Da gibts nur zwei Lösungen:
1. Mach die anderen psychologisch fertig. Hier ein paar Bierbauch-fertig-macher:
Männer mit Bierbauch haben meistens ein Schneewittchen-Syndrom. Sie liegen auf dem Rücken und sagen: "Dort hinter dem Berg, wohnt der Zwerg..!?! .
oder
Warum haben so viele Männer einen Bierbauch? Damit der arbeitslose Zwerg ein Dach über dem Kopf hat.
oder
was weiss ich...
2. Lass dir selber einen Bierbauch wachsen, dann bist du nicht mehr der einzige ohne Bauch im Team und damit automatisch kein Einsamer mehr.
Was du keinesfalls sagen darfst:
Man hat herausgefunden, dass Bier die "Freien Radikalen" vernichtet, die die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Bier mindert auch das Schlaganfall-Risiko – man kann mit Bier vorbeugen. Es gibt übrigens mehr als 3.000 Untersuchungen und Studien zum Bier. Das ist ein hochinteressantes Forschungsthema.
Es gibt faszinierende Untersuchungen in Japan, in den USA oder auch am Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Das Xanthohumol im Hopfen ist hundertmal stärker krebshemmend als Grüner Tee und Soja, beides Naturprodukte, denen eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben wird. In den USA ist sogar ein "Anti-Krebs-Bier" zugelassen.
In Polen und Tschechien wird bei urologischen Behandlungen Bier verschrieben und von der Krankenkasse bezahlt. Bier ist erwiesenermaßen gut gegen Nierensteine. Studien aus Padua, Mailand und Helsinki sagen: Bier ist die günstigste Vorsorgemaßnahme bei Nierensteinen.
Auch bei Magenbeschwerden kann man mit Bier vorsorgen. Zum Beispiel der Magenkeim Heliobacter: Bier wirkt hier antibakteriell und kann dazu beitragen, dass dieser Keim bekämpft wird.
Auch für Sportler ist Bier das richtige Getränk. Als Beispiel: Der tschechischen Marathonläufer Emil Zatopek? Der war 1964 Marathon-Weltmeister.
Er hat zwischendrin Bier getrunken. Er wusste: Bei muskulärem Stress stellt Bier die Leistungsfähigkeit sofort wieder her, und der Muskel wird nicht erschöpft.
Auch der Schönheit soll Bier nicht abträglich sein.
Das wusste schon Cleopatra. Erst hat sie in Eselsmilch gebadet, dann ist sie ins Bierbad umgestiegen. Die Pantothensäure und der Vitamin-B-Komplex im Bier sind gut für die Haut. Sie regen den Stoffwechsel an. Bier macht die Haut glatt und geschmeidig. Auch fürs Haar ist Bier gut, das hat die Industrie schon lang entdeckt und bietet Biershampoos und -spülungen an.
Bier ist also ein richtiges Allround-Getränk. Man kann durchaus sagen: Trinken Sie jeden Tag ein Glas Bier, und Sie leben länger!
Man kann widerlegen, dass Bier müde machen soll. Genau das Gegenteil stimmt.
Per Pupillometrie – da wird der Durchmesser der Pupille gemessen – wurde festgestellt, dass nach Biergenuss die Probanden nicht müde wurden, sondern im Gegenteil: Sie waren wacher als ohne Bier. Diese Studie wird demnächst
veröffentlicht.
Was hat es mit dem Bierbauch auf sich?
Bier hat nach Wasser und Tee die wenigsten Kalorien – daran liegt es also nicht. Biertrinker sind aber natürlich sozial integrierter und kommunikativer als Abstinenzler, sie sind gesellige Menschen. Und wer gern ausgeht und gern ein Bier trinkt, der hat ja auch manchmal Hunger. Davon kommen die Kalorien, und deshalb ist der "Bierbauch" ein Mythos – der ist nämlich gar keiner.
...also: Vielleicht erwägst du halt doch die Lösung 2.
...ob mit diesen Bierbäuchen auch an einen Aufstieg zu denken ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.
In diesem Sinne:
Alles wird gut
Dein Dr. G. Weih

Der unvergessliche Seelenklempner aus den legendären Zeiten des Elch Express ist wieder zurück. Er sorgt sich um die Probleme, We-Weh-chen und dicken Bäche der Spielerinnen und Spieler des UHC Elchs. Selbstverständlich kannst auch du Dr. G. Weih direkt eine 