Die Welt schaut auf die Wall-Street oder auf Washington.... und nicht Richtung Wangen-Brüttisellen. Doch auch im 7000-Seelendorf wird in diesen Tagen Geschchte geschrieben. Und zwar Unihockey-Geschichte. Der UHC Elch Wangen-Brüttisellen feiert sein 25-jähriges Bestehen. Nicht viele Unihockeyvereine können einerseits auf eine so lange Geschichte zurückblicken und vor allem andererseits noch von sich behaupten, dass sie noch in der ursprünglichen Form existieren. Ein paar Beispiele? UHC Zürich, UHC Cosmic, Rot-Weiss Chur, Torpedo Chur, Giants Kloten, Hornets Bülach, Lakers Zürich, Sulz-Rickenbach....allesamt von der Bildfläche verschwunden oder zu neuen Clubs "verfusioniert". Klar, der Grashüpfer macht in der Swiss Mobiliar League einen guten Eindruck. Aber Grashüpfer sind unsympathische Viecher, die - sogar die Bibel erwähnt es in der Plage-Story - von einem Landstrich zum anderen wandern, alles kahlfressen und nur Verwüstung hinterlassen. Oder in unserem Beispiel mieserable Zuschauerzahlen und ein Stadion, das kurz vor dem Abbruch steht und nur noch durch Rekurse von sich reden macht (Fussball), ohne Aufstiegsambitionen auf dem Nationalliga-B-Eis herumgurkt (Eishockey), mit Munotstädtern fusionieren muss, um sportlich bestehen zu können (Handball) oder eben zwei traditionsreiche Unihockeyclubs und eine Damenmannschaft opfert, um in der schicken Sporthalle Hardau ein paar Schaulustige zu unterhalten, ohne jedoch den Weg in die grossen Tageszeitungen zu finden.
Da ist der Elch doch viel sympathischer. Im November 1983 aus Schweden importiert (zwei Jahre, bevor der Schweizerische Unihockeyverband den Sport offiziell aus Schweden importierte....) hat er bis heute sämtlichen Krisen und Fusionsplänen widerstehen können. Vize-Schweizermeister 1986, Absturz bis in die 3. Liga knapp 10 Jahre später....und heute, 25 Jahre nachdem Urs Wäckerlin mit seiner Gefolgschaft in der Pumpi-Bar im Zürcher Niederdorf den Verein gegründet hatte, zählt einer der verrücktesten Unihockeyclubs im In- und Ausland eine Damen-Mannschaft, fünf Nachwuchs-Teams und eine Herren-Mannschaft, die klare Signale sendet: Wir wollen erfolgreich sein und gleichzeitig die Elch-Philosophie der letzten 25 Jahre weiterpflegen: Eine gute Mischung aus Spass und Verrücktheit. Das einzige Rezept gegen Fusionen.... und die Auflösung des Geheimnisses, weshalb talentierte Spieler wie Lars Senteler, André Sterchi, Ronny Dällenbach oder der nimmermüde Peter Lamprecht, der bis auf ein kurzes Gastspiel beim UHC Nürensdorf und bei Floorball Santiago de Chile immer bei den Elchen war und auch heute noch mit dem kleinen Finger..... ach was, eher mit der ganzen Faust in der Nase noch in der Svenska Superligan spielen könnte, auch nach so vielen Jahren nicht in Dietlikon, Winterthur, Kloten oder Stockholm gelandet sind und somit gewährleisten, dass der UHC Elch von höheren Zielen träumen kann. Der UHC Elch war und ist ein Club, der darum solange bestehen kann, weil er sich selber nicht immer ernst nimmt aber in der Vergangenheit und in der Gegenwart auf Präsidenten zählen konnte, die ihren Job nicht nur gerne sondern verdammt gut gemacht haben und der nicht auf jeden Modetrend oder -zug aufgesprungen ist. Wozu Schweden verpflichten, wenn man mit einem libanesischen Ballkünstler ebenso erfolgreich agieren kann und einen holländischen Masseur in seinen Diensten weiss? Sie finden den Vergleich absurd? Dann fragen Sie mal die Schweden-Fans vom UHC Basel-Magic. Ach ja, das können Sie ja nicht, weil es den Club blöderweise ja gar nicht mehr gibt...
Weltkrise? In Wangen-Brüttisellen ist auf dem Unihockeyfeld nicht viel davon zu spüren. Und in 25 Jahren wird es diesen verrückten Club immer noch geben. Sofern uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt. Happy Birthday, UHC Elch.

Patrick Droz gehört beim UHC Elch schon nahezu zum Inventar, viele Jahre konnte das Herren Team sowie das französische Nationalteam auf die sicheren Leistungen des Torhüters zählen. Vor einigen Jahren verliess er das schöne Wangen-Brüttisellen in
Richtung Limmattal.
Auf der Homepage des UHC Elchs wird der Goalie mit der Nummer #32 jedoch weiter über seine In-Sights, Ansichten und Gespräche rund um den weissen Ball mit 26 Löchern schreiben und erzählen.

Würklich geili Kolumne.
so see ya @ aldo
du hast wohl zu viel deines eigenen Zaubertranks getrunken! Oder versehentlich halluzinogene Pilze im Wald gesammelt..
Deine Geschichtsverfälschung ist der schiere Gipfel: Elch, der Verein, der noch in seiner "ursprünglichen Form" existiert??? ein Witz!!
Vielleicht hast du ja vergessen, dass es zur guten alten Zeit einen UHC Elch ZÜRICH gab, zu einer Zeit als ein richtiger Zürcher noch nicht mal wusste wo Wangen-Brüttisellen lag (wenn es das denn überhaupt schon gab)!
Also als Alt-Elch erlaube ich mir die Korrektur - ohne dir das Jubiläum zu verderben - dass es sich beim ach so 25jährigen UHC Elch eben auch nicht mehr um das Original handelt!!!
Und zum Glück hast du dich bei deinem schleimigen Präsidenten-Lob auf die Gegenwart beschränkt! Dachte schon, du hättest den Präsidenten vergessen, welcher damals das stolze NLB-Team versehentlich nicht zur Meisterschaft anmeldete, worauf aus Elch dann ein 3.Liga-Verein wurde..
Hier ist die Geschichte des UHC Elch wohl tatsächlich einzigartig..
Und da ich den UHC ELCH noch immer liebe und immer lieben werde, verschweige ich hier auch, dass GC-Unihockey immer wieder mal in den Tageszeitungen auftaucht - halt nicht im "Unterland"-Teil.. Oder im "Limmattaler Tagblatt" welches du ja nun liest..
Also lieber französischer Druide, weil du sowieso schon eine Copyrightklage am Hals hast (Hältnix stammt von mir!) will ich dir deine laienhafte Geschichte mal verzeihen!
Und grüsse dich herzlich aus der wunderschönen Hardau!
Antosson der Floorhopper
Es würde mir nie im Entferntesten einfallen, die Geschichte zu verdrehen. Vor allem nicht einem Familienvater gegenüber (wobei ich nun nicht die Anto-Family sondern mehr die GC-Family mit ihrem super Werbe-Spot meine....). Aber da Zürich ja schliesslich ein Vorort von Wangen-Brüttisellen ist (und indirekt die Agglo von Geroldswil-Downtown), zähle ich das halt dazu. Es geht also mehr um eine "Namens-Präzisierung" und nicht um eine Fusion mit dem Fathallah Floorball Team aus Brüttisellen (dieser Club ist sowieso in Beirut / Libanon beheimatet und hat sogar seine eigene Homepage; aber das ist eine andere Geschichte). Also existiert der Elch immer noch in seiner ursprünglichen Form. Genau so, wie es die Hoppers aus Adliswil ja eigentlich auch noch gibt (der heilige Bareis möge mir verzeihen....). Genau so, wie es den UHC Höngg eigentlich noch geben müsste. Oder die Sowjetunion. Aber das ist ein anderes Thema.
Den legendären Präsidenten G.d.M. aus Z. habe ich bewusst nicht erwähnt, weil sonst Fragen zu seinem damaligen Wahlkampf aufgetaucht wären (ich erinnere nur an sein legendäres Wahlplakat, wo er seinen Allerwertesten zeigte und als Slogan "Wählt den schönsten Präsidenten" darunter schrieb....). Allerdings haben ich den legendärsten Unihockey-Check aller Zeiten auch nicht erwähnt (und damit meine ich nicht den finanziellen Check von Herrn B. aus W.). Genau so, wie ich den legendärsten Spinner (P.D. aus Z. nun aus G.), die legendärste Banden- und Malstab-Stolperin M.G. aus B. (jetzt M.E. aus U.) und den legendärsten Satz einer Elch-Spielerfrau von S.W. aus W. ("das erste, was mein Kind sagen wird, wird weder Mama noch Papa sein sondern SITZ DU SAU, DU DR..SAU, DU HU.....usw..) nicht erwähnt habe. Die Zeiten eines 74-seitigen Elch-Express (die legendärste Unihockey-Zeitung aller Zeiten), auf dessen Seiten man eben diese legendären Einzelheiten lesen konnte, gehören eben auch zur Vergangenheit.
Es grüsst Dich aus Gallien
Druide Hältnix