25 Jahre UHC Elch
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Elch goes International

erstellt vor 186 Wochen und 6 Tagen ( permalink )

Wer das grosse Glück hat, die ersten Tage im Januar in Warbergs (Schweden) zu verbringen oder wer zu Hause Eurosport 2 empfangen kann, hat die Möglichkeit, live den Unihockey Europacup zu verfolgen. Mit Alligator Malans bei den Männern und dem UHC Dietlikon bei den Frauen mischen auch zwei Spitzenteams an vorderster Front mit. Und mitten drin im Getümmel auch eine ehemalige Elch-Spielerin: Isa Strässle. Wenn sich der Brüttiseller Gemeindenachbar für den Final qualifiziert, wird man Isa sogar live am Fernsehen verfolgen können: Eurosport 2 überträgt das Damen-Endspiel.

Doch Isa Strässle ist nicht die einzige Ex-Elch-Spielerin, die im Moment im Ausland für Schlagzeilen sorgt....naja, okay. Es sind nicht gerade Schlagzeilen im Schweizer Blick oder im Schwedischen Aftonbladded. Doch letzthin konnte man in der Printausgabe von unihockey.ch nachlesen, dass das finnische Team SSV Helsinki eine unglaubliche Negativserie von 34 Niederlagen (!) in Serie beenden konnte. Dabei waren die Finninnen 2004 noch im Europacup vertreten. Seit August 2006 steht beim ehemaligen finnischen Meister mit Fabienne Hofer eine waschechte Elch-Lady im Kasten. Hauptsächlich bei den Elite-Juniorinnen sehr erfolgreich agierend, kam Faby auch vereinzelt bei den Damen zum Einsatz. Sportlich gesehen natürlich alles andere als topmotivierend. Doch es ist nicht der Sport, der bei Fabys Finnland-Aufenthalt an Nummer 1 der Prioritätenliste steht. Klar: Man macht nicht ein Aupair-Jahr in Finnland, nur um die Sprache zu lernen. Orte in Frankreich, Australien, den USA oder Kanada bieten sich eher an, um eine Sprache zu lernen, die man im Alltag auch brauchen kann. Die 19-jährige Brüttisellerin möchte auch unihockey-technisch von diesem Jahr profitieren und ist in Finnland natürlich an der richtigen Adresse. Doch im hohen Norden, in Espoo, in der näheren Umgebung von Helsinki, braucht es mehr als die sportliche Herausforderung, um nicht schon nach ein paar Tagen oder Wochen Heimweh zu bekommen. Und da bietet ihr Aupair-Job bei einer Familie mit drei Kindern (5. 3 und 1-jährig) sehr viel Abwechslung und zahlreiche Herausforderungen. Faby trainiert dreimal pro Woche und hat nach anfänglichen Schwierigkeiten den Draht zum Team auch sprachlich gefunden. „Die Finnen sind ziemlich verschlossen und sie schämen sich, Englisch zu sprechen, obschon es die meisten im Griff haben. Aber eben: Ich weiss, dass alles seine Zeit braucht und ich bin zuversichtlich, dass es eine gute und lehrreiche Zeit wird. Wir sind vier Goalies im Team und dementsprechend muss ich ziemlich Gas geben, wenn ich spielen will.", meint Faby. Das Heimweh plagt sie in der Zwischenzeit nicht mehr so stark. „Am Anfang war's schwierig. Die ganze Umgebung ist Dir fremd. Du kommst nach Hause und alles ist Dir immer noch fremd." Auch die Fernbeziehung zu ihrem Freund Dat Nguyen, Goalie-Coach beim HC Rychenberg-Winterthur, ist nicht einfach. Doch Dat hat sie vor ein paar Monaten besucht und auch an Weihnachten ist er nach Espoo gereist. Genau wie ihre Schwester und ihr Vater, die im Januar nach Finnland reisen. Dazu hat sie in Espoo noch Spiele der Schweizer Unihockeynati und der Schweizer U19 besucht. So lässt sich das Heimweh bekämpfen: „Es war cool, mal wieder unter Schweizern zu sein"..

Ihre Elch-Vergangenheit zeigt sich auch auf ihrer SSV-Maske, die sie speziell für diese Saison erhalten hat. Unterhalb des Gitters steht ihr Nickname „Moose 87". Da gilt wohl das alte Motto „Einmal ein Elch, immer ein Elch". Anders ist nicht zu erklären, dass der Autor dieser Kolumne, der in dieser Saison bei den Pirates du Rhône in Lyon (Frankreich) spielt, zu Weihnachten eine Elch-Tasse und einen Elch-Eiskratzer bekommen hat. Dass an seinem Weihnachtsbaum ein paar Elch-Christbaumkugeln und ein paar Stoff-Elche hängen versteht sich ja von selbst.....

Im Ausland zu spielen, hat seinen Preis. Petra Kundert, Starspielerin von Red Ants Rychenberg, musste ihr Schweden-Abenteuer bei IKSU vorzeitig abbrechen. Faby Hofer bleibt auch nach Weihnachten in Finnland. Die Voraussetzungen sind bei beiden Spielerinnen zwar unterschiedlich: Kundert hatte Probleme mit dem Job, den ihr IKSU vermittelt hatte. Doch auch Faby kennt Probleme bei ihrem „Job" doch sie hat auf die Zähne gebissen. Eine Qualität, die bei Elch-Spielerinnen und Elch-Spieler nicht selten anzutreffen ist.


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